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Deutscher Fischereitag 2015 – Fischereireform der Europäischen Union erreicht auch die Angelfischerei

Auf dem Fischereitag in Rostock stand die Umsetzung der EU-Fischereireform im Mittelpunkt. Ihr Ziel ist eine nachhaltige Bewirtschaftung der Fischbestände. Die EU will bei der Bewirtschaftung des Ostseedorschs auch die Angelfischerei berücksichtigen. Der DAFV lehnt eine Einbeziehung der Angelfischerei in die Quote ab. Weitere Themen auf dem Fischereitag waren der Schutz des Aals sowie die anhaltend hohen Kormoranzahlen. Der Arbeitskreis Angelfischerei  beriet ausführlich die Empfehlungen der Finanzkommission zur Entwicklung des Verbandes. 
 
Holger Ortel, Präsident des Deutschen Fischerei-Verbandes, eröffnete den Deutschen Fischereitag. Ihm folgte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU), der in seinem Grußwort die vom Internationalen Rat für Meeresforschung (ICES) für 2016 vorgeschlagene drastische Quotenkürzung für den Dorsch in der westlichen Ostsee kritisierte. Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus (SPD) forderte vor diesem Hintergrund einen stärkeren Einsatz der Bundesregierung für die Interessen der Fischer bei der EU. Er hob die wichtige Bedeutung der Angelfischerei im Hinblick auf die damit verbundene Wertschöpfung für Mecklenburg-Vorpommern hervor.
 
„Nachhaltige Fischerei vereint Mensch und Natur“: Unter diesem Titel hatte der DFV zu einem Fotowettbewerb aufgerufen. Das von einer unabhängigen hochkarätigen Jury gekürte Siegerfoto zeigt einen Eisvogel, der Rast auf Angelruten macht. Ein „Magischer Augenblick“. So nennt Sven Brux sein Siegerfoto. Spannend: erst vor kurzem berichteten wir über Sven Brux, siehe „Punk, Karpfen und St. Pauli“.
 
Gute Stimmung herrschte bei einer Schulklasse aus Bremerhaven. Sie hatte an einem EU-Wettbewerb zum Thema Aquakultur teilgenommen. In dessen Rahmen hatte sie ein mehrsprachiges Kochbuch mit wissenschaftlichen Anteilen herausgegeben. Dafür wurde die Klasse von der EU ausgezeichnet. Kleines Kuriosum am Rande: Der begleitende Klassenlehrer absolvierte einst ein Praktikum im ehemaligen Abgeordnetenbüro von Dr. Christel Happach-Kasan. 
 
Zum Abschluss der Eröffnungsveranstaltung hob die Präsidentin des DAFV, Dr. Christel Happach-Kasan, die enge Zusammenarbeit der Angel- und Berufsfischerei in Deutschland hervor. „Wir schützen die Natur, indem wir sie nützen“, machte Dr. Happach-Kasan deutlich. Eine Unterteilung in Naturschützer und Naturnutzer halte sie für Heuchelei. Alle Menschen leben von der Natur. Sie seien oft der Natur entfremdet. Deswegen engagieren sich die Verbände verstärkt in der Jugendarbeit. Die Angelfischerei ist gelebter Naturschutz.
                                                                                                                                       
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Wichtig für die weitere Zukunft der im Bundesverband organisierten Angler war die Sitzung des Arbeitskreises Angelfischerei. Mit seiner Einladung knüpfte der DAFV an die gute Tradition der konstruktiven Treffen der organisierten Angelfischerei beim Deutschen Fischereitag an. Es trifft sich kein beschlussfassendes Gremium, es wird aber den Mitgliedsverbänden und Präsidiumsmitgliedern die Möglichkeit zu Austausch und Diskussion über anstehende Angelegenheiten, Aufgaben und Entscheidungen geboten. Im Mittelpunkt der diesjährigen Beratungen stand das von Finanzausschuss und Präsidium beschlossene Organisationskonzept, das eine effiziente Vertretung der Interessen der Angelfischerei auf Bundes- und Europaebene sichern soll. Dazu ist eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrags erforderlich. Ausführlich wird dies im Delegiertenmaterial zur Jahreshauptversammlung am 10. Oktober in Göttingen begründet.
 
Im Rahmen des Deutschen Fischereitages nahm DAFV-Präsidentin Dr. Christel Happach-Kasan auch an der Mitgliederversammlung des DFV, der Sitzung der DFV-Kormorankommission sowie der Mitgliederversammlung des Verbandes der Deutschen Binnenfischerei und Aquakultur teil.  
 
Nach dem Fischereitag fand am 28. August im Rostocker Thünen-Institut für Ostseefischerei ein „Runder Tisch für Meeres-Angelfischerei“ statt. Dazu kamen Vertreter des DAFV und seiner Mitgliedsverbände, des DFV, sowie der für Fischerei zuständigen Ministerien der Ostsee-Küstenländer mit Wissenschaftlern des Instituts zusammen. Dr. Christopher Zimmermann und Dr. Harry V. Strehlow trugen die neuesten Erkenntnisse zum Bestand des Dorschs und die Untersuchungen zur Angelfischerei in der Ostsee vor. Der DAFV lehnt eine Einbeziehung der Angelfischerei in die Quote ab. Gemeinsames Ziel von Angel- und Berufsfischerei ist die nachhaltige Bewirtschaftung der Bestände. Dies wird der DAFV auch gegenüber der EU-Kommission deutlich machen. 
 
Deutscher Angelfischerverband e.V.
 

AdmirorGallery 4.5.0, author/s Vasiljevski & Kekeljevic.


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