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EU-Fischereiminister legen Fangquoten für die Ostsee fest – Fangbeschränkungen für Angler zunächst vom Tisch

Der EU-Ministerrat hat sich gestern Abend in Luxemburg über die Fangquoten für die Ostsee für das kommende Jahr geeinigt. Eine in diesem Zusammenhang diskutierte Fangbeschränkung für die Angelfischerei auf den Dorsch in der westlichen Ostsee wurde nicht beschlossen. Dafür sollen ab sofort mehr Daten in den Ostsee-Anrainerstaaten gesammelt werden, um mehr Klarheit über die Auswirkungen der Angelfischerei zu bekommen. Aktuell verwertbare Daten dazu hat bisher nur das Rostocker Thünen-Institut geliefert. 
 
Bereits im Vorfeld der Verhandlungen hatte der DAFV seine Standpunkte zum Dorschmanagement gegenüber Entscheidungsträgern aus Politik und Wissenschaft dargestellt. So fand am 28. August ein Runder Tisch Angelfischerei am Rostocker Thünen-Institut statt, bei dem  Vertreter des DAFV und seiner Mitgliedsverbände, des DFV, sowie der für Fischerei zuständigen Ministerien der Ostsee-Küstenländer mit Wissenschaftlern des Instituts zusammentrafen. Am 1. Oktober 2015 gab es in Brüssel ein Treffen von Vertretern des DAFV und der European Anglers Alliance (EAA) mit dem Direktor der Generaldirektion Fischerei und Maritime Angelegenheiten der EU-Kommission, Bernhard Friess. Ebenso hat sich die DAFV-Präsidentin, Dr. Christel Happach-Kasan, mit einem Brief direkt an den zuständigen Bundeslandwirtschaftsminister, Christian Schmidt (CSU), gewandt. 
 
Dabei hatte der DAFV zum Schutz bedrohter Dorschbestände unter anderem die Einrichtung gebietsspezifischer Schonzeiten und temporärer Schutzgebiete sowie die Vermeidung des Angelns in Tiefen von mehr als 20 Metern während der Laichzeit  ins Gespräch gebracht, Regelungen, an die sich viele Anglerinnen und Angler schon jetzt halten. Fangbegrenzungen oder eine eigene Fangquote für die Angelfischerei hatte der DAFV als wenig sinnvolle Maßnahmen zurückgewiesen.   
 
Wie berichtet hatte der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) bei seinen jährlichen Managementempfehlungen für das Jahr 2016 eine drastische Kürzung der Dorschfangquote vorgeschlagen und darüber hinaus erstmals eine Höchstfangmenge für die Angelfischerei angeregt.
 
Gestern hatte der EU-Ministerrat die Entscheidung getroffen, die Fangmenge für die Berufsfischerei beim Dorsch in der westlichen Ostsee um 20 % zu reduzieren. Außerdem wurde das Fangverbot während der Laichzeit auf sechs Wochen erweitert, von Mitte Februar bis Ende März, und gleichzeitig an die reale Laichzeit angepasst.  
 
Die EU-Kommission hatte für den Dorsch eine Verringerung der Fangmenge um 35 % vorgeschlagen. Dadurch sahen sich etliche deutsche Berufsfischer in ihrer Existenz bedroht.  Außerdem kritisierten sie mögliche Vorhaben der EU-Kommission, um die Angler in die Fangmengenfestlegungen miteinzubeziehen, weil sie dadurch Verteilungskämpfe untereinander befürchteten. 
 
Dr. Stefan Spahn
Deutscher Angelfischerverband e.V.
 


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