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Jahreshauptversammlung der European Anglers Alliance (EAA)

Einmal im Jahr kommen die Vertreter der Angler aus ganz Europa zusammen. Vom 24.08-26.08.2017 fand die Jahreshauptversammlung der EAA statt.

28 Teilnehmer aus 12 Ländern kamen dieses Jahr in Lausanne in der französischen Schweiz zusammen. Das Treffen war von einer konstruktiven und partnerschaftlichen Zusammenarbeit geprägt. Die EAA unterhält unter anderem ein Büro in Brüssel und setzt sich für die Interessen der Angler auf europäischer Ebene ein.

Europäische Fischereipolitik betrifft jeden Angler

Der Europäischen Fischereipolitik kommt auch für die Angler in Europa eine immer größere Bedeutung zu. Jeder Angler sollte Interesse an einer schlagkräftigen Vertretung der Angler in Brüssel haben. Mehr denn je. Das Tagesfanglimit für Dorsch in der Ostsee, die Regelungen zum Wolfsbarsch, mögliche Aalfangverbote und Besatzmaßnahmen, Wasserkraft und Wasserrahmenrichtlinie, sind alles Bereiche, welche maßgeblich in der EU auch für deutsche Angler beraten und geregelt werden. Darüber hinaus wird das anhaltende Problem mit den Kormoranen ohne ein zutun der EU wohl auch in Deutschland kaum vorankommen. Auch die drohenden Angelverbote für Freizeitfischer in den Schutzgebieten der AWZ stehen zumindest mittelbar mit der Europäischen Fischereipolitik in Verbindung. Dazu gibt es eine Reihe von Themenbereichen welche in der nahen Zukunft einer Europäischen Regelung unterstellt werden sollen (z.B. die Lachsfischerei in der Ostsee).

Europäischen Fischereipolitik – wo geht es hin?

Das wesentliche Steuerungsinstrument für die Fischerei in Europa ist „Die Gemeinsame Fischereipolitik der EU“ (GFP). Die Angelfischerei fand in der GFP bisher nur wenig Beachtung.

Mit dem so genannten „bag limit“ (Tagfanglimit) auf Dorsch und Wolfsbarsch betreffen nun erstmals konkret Regelungen aus dem Bereich der GFP die Angler.

Weitere Maßnahmen werden mehr oder weniger in Betracht gezogen. So hat der Fischereirat der EU dafür gestimmt, die Angelfischerei in die Bewirtschaftungspläne für die Nordsee aufzunehmen, das Parlament soll voraussichtlich schon im September darüber abstimmen.

Rückwurfverbot für untermaßige Fische

In der EU gilt im Rahmen der Gemeinsamen Fischereipolitik eine so genannte Anlandeverpflichtung oder auch Rückwurfverbot. In letzter Zeit kam immer öfter die Frage auf, in wie weit diese Regelung auch für Angler gilt.

Als die Regelung erlassen wurde hat wohl keiner daran gedacht, dass diese auch die Freizeitfischerei betreffen könnte. Auch wenn die Regelung für Angler gelten könnte, so wird sie derzeit nicht durchgesetzt und es besteht auf Nachfrage unter den Vertretern der EAA auch in keinem Land eine Bestrebung diese für Angler durchzusetzen. Eine Durchsetzung würde praktisch alle Regelungen zum Mindestmaß außer Kraft setzen. Geangelte Fische haben im Gegensatz zur Netzfischerei eine hohe Überlebenswahrscheinlichkeit. So hat der DAFV und die EAA bereits eine Eingabe bei der EU eingereicht, welche die Angelfischerei von dem Rückwurfverbot sinnvollerweise ausnimmt.

Der DAFV hat am 05.09.2017 zu diesem Thema eigene Pressemitteilung rausgegeben.

Wie geht es weiter?

Es ist ein Novum, dass die Freizeitfischerei auf EU-Ebene zunehmend beschränkt wird, im Verhältnis zu der geringen Beachtung ihrer starken sozioökonomischen Bedeutung. Während die Freizeitfischerei zunehmend auf EU-Ebene gesetzlich geregelt wird, waren in diesem Zusammenhang bisher nur ihre Fänge von Interesse. Ohne ausreichende Berücksichtigung der sozioökonomischen Bedeutung der Freizeitangelei, bleiben die positiven Effekte auf Arbeitsplätze, Wirtschaftsleistung und persönliches Wohlergehen, außen vor.

Ein erster positiver Schritt könnte im Bereich der Datenerhebung unternommen werden. Die EU erhebt bisher zu wenig sozioökonomische Daten für die ordnungsgemäße Verwaltung der Freizeitfischerei – insbesondere wirtschaftliche Daten fehlen. Einige Mitgliedstaaten fertigen eigene Studien an, aber tun sich meist schwer damit und handeln oft aus dem Moment heraus.

Dieser Zusammenhang wird in dem Video „Seabass - Crisis, Value, Solution“[1] der European Anglers Alliance am Beispiel des Wolfsbarsch anschaulich verdeutlicht.

Text: © DEUTSCHER ANGELFISCHERVERBAND e.V. 2017





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