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Die Donau – ein Fluss in Gefahr

Interparlamentarisches Arbeitsforum für Angelfischerei im Europaparlament

Der besorgniserregende Zustand der Donau beschäftigte das Interparlamentarische Arbeitsforum auf seiner ersten Sitzung im Jahr 2016 in Brüssel. Dabei stand insbesondere der Huchen im Mittelpunkt, der inzwischen auch von der EU-Umweltkommission als stark gefährdet eingestuft wird.

Ein Gremium von Experten aus ganz Europa, illustrierten eine sehr kritische Beschreibung des Zustands der Donau und ihrer Nebenflüsse in Deutschland, Österreich, Slowenien, auf dem Balkan und in Rumänien. Entlang des gesamten Einzugsgebietes beeinträchtigen menschliche Aktivitäten wie Landwirtschaft, Bau, Schifffahrt und am allermeisten die Energiegewinnung durch Wasserkraft, ernsthaft die Flusslandschaft.

Die Veranstaltung, die von der rumänischen Europaabgeordneten und Präsidentin des Forums, Norica Nicolai (Fraktion der Liberalen), geleitet wurde, konzentrierte sich exemplarisch auf den Huchen, der ein Barometer für die Gesundheit der  Flüsse ist und von daher große Bedeutung für Wissenschaftler, Naturliebhaber und natürlich auch Angelfischer hat. "Der Huchen dient sowohl als Indikator und Symbol für intakte Flusssysteme [....]. Die Erfahrung zeigt, dass eine große oder dichte Anhäufung von Wasserkraftwerken nicht kompatibel ist mit der Erhaltung des Huchens "- Dr. Steven Weiss, Universität Graz, Österreich

Die Frage nach den Auswirkungen von Wasserkraftwerken und Staudämmen auf den Lebensraum des Huchens, wurde im Rahmen der Präsentationen und Diskussionen durchgehend thematisiert und es kristallisierte sich heraus, dass es , unter vielen andern, das größte Problem für den Huchen und die gesamte Fischfauna zu sein scheint. Anzumerken ist, dass es sich um Präsentationen von Wissenschaftlern und  aus dem Bereich des klassischen Naturschutzes handelte.

Die Angler selbst arbeiten in der EU an mehreren Restaurierungsprojekten entlang der Donau und fordern den Schutz der verbliebenen intakten natürlichen Lebensräume, wie die slowenischen Flüsse, wo die Fische sehr erfolgreich laichen, wie von Dr. Dasa Zabric vom „Fisheries Research Institute“ aus Slowenien unter Beweis gestellt.

Irene Lucius, Direktorin für Donauschutz beim WWF (World Wide Fund For Nature), präsentiert einige der Programme und Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Schutz der Donau in Österreich. Durch den Dialog aller Beteiligten (auch mit Vertretern aus dem Bereich der Wasserkraft) und die Entwicklung von koordinierten Bewirtschaftungsplänen im Rahmen der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau (IKSD), bisher gute Ergebnisse erzielt wurden. Die Revitalisierung der Zuflüsse der Donau in Niederösterreich ist ein sehr erfolgreiches und deutliches Beispiel dafür.

Sowohl die Abgeordneten des Europaparlaments als auch die weiteren Teilnehmer stellten abschließend fest, dass eine bessere Umsetzung der bestehenden Wasserrahmenrichtlinie und der FFH-Richtlinie Regeln erforderlich ist. Fred Bloot, der Präsident der EAA (European Anglers Alliance), fügte abschließend an: "Vögel sind viel mehr geschützt als die Fische, sie haben sogar ihre eigene EU-Richtlinie. Allerdings sind Fische genauso wichtig, denn sie sind ein Indikator für die Wasserqualität.“ Daher werden die Erhaltung der Lebensräume und die Reduzierung der Auswirkungen von Wasserkraftwerken für das Überleben des „Königs der Donau“ entscheidend sein.

Dr. Stefan Spahn



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