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22. August "Tag der Fische": Der Fisch auf unserem Tisch

Die Ressource Fisch wird immer knapper. Die Verbraucherpreise für Fisch stiegen im Juni 2017 um 3,4% gegenüber dem Vorjahr.
Die Ressource Fisch wird immer knapper. Die Verbraucherpreise für Fisch stiegen im Juni 2017 um 3,4% gegenüber dem Vorjahr. Foto: Olaf Lindner

Fisch ist ein wertvolles Nahrungsmittel und steht bei vielen Menschen ganz oben auf dem Speisezettel. Dabei wird die Ressource Fisch immer knapper.
Arten, die kaum kommerziell befischt werden, wie z.B. Weißfische gibt es dagegen oft im Überfluss. Dazu kommen sie in Deutschland praktisch überall vor. Frischen Fisch gibt es quasi vor der Haustür.

Wer eine Fischereiprüfung ablegt und eine Fischereiberechtigung erwirbt, darf in Deutschland ohne großen Aufwand Fische für den Eigenbedarf fangen. Ein selbstgefangener Fisch ist frisch, regional, nachhaltig erzeugt, klimaschonend und wächst artgerecht auf. Angeln trifft damit den Zeitgeist.

Viele Menschen wissen nicht mehr wie man frischen Fisch zubereitet

„Das Wissen über die Zubereitung von nicht so bekannten Fischarten ist über die Jahre verloren gegangen.“, so Dr. Christel Happach-Kasan, Präsidentin des  DAFV. „Viele Menschen sind allgemein unsicher bei der Zubereitung von frischem Fisch. Das möchten wir ändern.“ Der DAFV setzt sich für die Verwertung auch weniger bekannter Fischarten ein. „Angelvereine und Zeitschriften bieten derzeit Rezepte, Kochkurse und Verkostungen auf Veranstaltungen an um den Menschen das alte Wissen zurückzugeben und zu zeigen wie gut unsere heimischen Fische schmecken.“

Angeln gilt als die schonendste Methode Fische zu fangen. Die Gefahr einer Überfischung ist gering.
Seltene Fische gehen auch selten an die Angel. Dazu achten Angler mit Schonbestimmungen auf den Erhalt der Bestände und die biologische Vielfalt in unseren Gewässern.

Fast 5% der Deutschen gehen mindestens einmal im Jahr angeln. Angler haben in Deutschland eine gesetzliche Hegeverpflichtung und kümmern sich seit mehr als 100 Jahren um den Erhalt unserer Gewässer und der heimischen Fischbestände. „Wer einen selbstgeangelten Fisch aus heimischen Gewässern isst, handelt in der Regel nachhaltig. Dazu schmeckt er mindestens doppelt so gut, wie ein gekaufter Fisch und das obligatorische Anglerlatein, ist ein sehr unterhaltsames Gesprächsthema am Tisch.“, so Happach-Kasan.

Letzte Änderung am Montag, 21 August 2017 15:19