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DAFV Förderpreis 2021 geht an Andreas Maday aus der Arbeitsgruppe Integratives Fischereimanagement

Der Förderpreis 2021 des DAFV geht an Andreas Maday, der in seiner Masterarbeit die Auswirkungen von Totholz auf Fischbestände untersuchte.
Der Förderpreis 2021 des DAFV geht an Andreas Maday, der in seiner Masterarbeit die Auswirkungen von Totholz auf Fischbestände untersuchte. Foto: Andreas Maday / Frieder Pfaff

Der diesjährige, mit 1.000€ dotierte Förderpreis des Deutschen Angelfischerverbandes e.V. geht an Andreas Maday (Arbeitsgruppe Integratives Fischereimanagement - Prof. Dr. Robert Arlinghaus) mit seiner Masterarbeit "Seasonal and diurnal patterns in the microhabitat use of fish in the littoral of gravel pit lakes, with special reference to the use of supplemented dead woody habitat".

Habitatnutzung von Fischen mit Fokus auf Totholzstrukturen

In seiner Masterarbeit hat Herr Maday die Mikrohabitatnutzung unterschiedlicher Fischarten und Größenklassen im Littoral von acht niedersächsischen Abgrabungsgewässern untersucht. Hierzu hat er mit seinen Helfern in allen vier Jahreszeiten mittels punktspezifischer Elektrofischerei, sowohl am Tage als auch in der Nacht, Daten in sechs typischen Baggersee - Mikrohabitaten gesammelt. Anschließend wurden die gesammelten Informationen mit besonderem Fokus auf die Nutzung künstlicher Totholzhabitate (welche im Zuge des BAGGERSEE - Projekts in den Seen implementiert wurden) ausgewertet. Herr Maday kommt in seiner Arbeit zum Ergebnis, dass besonders Flussbarsche und größere Vertreter anderer piscivorer Fischarten (Aal und Hecht), ebenso wie Schleien, vermehrt die eingebrachten Totholzbündeln aufsuchten. Weiterhin zeigte er, dass Rotaugen, Flussbarsche sowie Hechte das Totholz als Habitat im Winter vergleichsweise intensivier aufsuchten.

Die vorliegende Masterarbeit und die daraus resultierenden Ergebnisse tragen somit grundlegend zu einem verbesserten Verständnis über tageszeitliche und saisionale Habitatnutzungsmuster von Fischen in künstlichen Gewässern bei.

Außerdem verdeutlicht die vorliegende Studie, dass die oftmals von Gewässerwarten und Anglern eingebrachten Totholzstrukturen (z.B. ausgediente Tannenbäumen) von Fischen unmittelbar nach der Implementierung genutzt werden. Der Totholzeintrag kann somit als eine geeignete Lebensraumaufwertungsmaßnahme für Fische in Baggerseen angesehen werden, ob diese Maßnahme langfristig bestandssteigernd wirkt, müssen Langzeitstudien zeigen.

Wir gratulieren Andreas Maday herzlich zu seiner hervorragenden Arbeit und freuen uns ihm den Förderpreis 2021 zu verleihen!

Förderpreis 2022

Auch dieses Jahr hat der Deutsche Angelfischerverband e.V. bundesweit einen Förderpreis ausgeschrieben. Zur Einreichung zugelassen sind Studien- oder Ausbildungsabschlussarbeiten (Fachschulabschluss-, Examens-, Magister-, Diplom-, Bachelor-, Master-, Doktorarbeiten etc.) mit gewässer- oder fischereibiologischem Bezug sowie Arbeiten zum Natur-, Gewässer- und Umweltschutz, die sowohl zur Sicherung von natürlichen Fischvorkommen sowie dem Erhalt der Befischungsgrundlagen beitragen. Hierunter fallen insbesondere auch Arbeiten, die die Wiederherstellung natürlicher Fließgewässer unterstützen. Alle Infos zur Bewerbung für den Förderpreis 2022 finden Sie hier.

Letzte Änderung am Dienstag, 22 Februar 2022 10:26
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