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- Kategorie: Fisch des Jahres
Der Verband Deutscher Sportfischer (VDSF) hat den Maifisch, auch Alse genannt, zum Fisch des Jahres 2004 gewählt. Mit dieser Wahl will der VDSF auf eine in vielen deutschen Flüssen als ausgestorben geltende und daher weitgehend unbekannte Fischart aufmerksam machen.
Wie Barbe, Lachs, Stör und andere „Fische des Jahres“ zuvor, ist auch der Maifisch ein Wanderfisch, der zum Laichen vom Meer in die Flüsse aufsteigt.
1883 wanderten noch Schwärme von Maifischen bis in den Hochrhein. Anhand alter Fischmarkt-Statistiken wurden im Jahr 1886 in den Niederlanden nahezu 270.000 kg Maifisch verkauft. Der Maifisch war damals so häufig, dass er als „Fisch der armen Leute“ galt. Der letzte Maifisch wurde 1930 von einem Berufsfischer im Rhein bei Basel gefangen.
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- Kategorie: Fisch des Jahres
Der Verband Deutscher Sportfischer e.V. hat die Barbe zum Fisch des Jahres 2003 gewählt.
Diese Fischart - wie schon einige Fische des Jahres bisher - gehört zu den wandernden Fischarten. Sie kommt außer in Skandinavien, Dänemark, Schottland und Irland in fast ganz West- und Mitteleuropa vor.
Auch diese Fischart ist als gefährdet anzusehen. Die Gefährdungsursachen sind bei allen Wanderfischarten die gleichen: Nachteilige Veränderungen des Lebensraums durch Stauwerke, fehlende Durchgängigkeit des Flusslaufs als Folge der Sperrwirkung von Wasserkraftanlagen.
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Der Verband Deutscher Sportfischer e. V. hat die Quappe (lat.: Lota lota) zum Fisch des Jahres 2002 gewählt. Die Quappe ist eine Wanderfischart, gehört als einziger Süßwasserfisch zu den Dorschartigen und war vor ca. hundert Jahren in Deutschland noch relativ weit verbreitet. Stauwehre, Kleinwasserkraftwerke und andere Flussverbauungen versperrten ihr zunehmend den Weg zu den Laichgebieten. In Brandenburg z. B., ein Gebiet, in dem die Quappe ursprünglich starke Populationen aufwies, wird sie nur noch in den Hauptströmen von Elbe und Oder angetroffen.