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Foto. K. Freund / DAFV e. V.
Der neue Jugendreferent C. Ulrich (r.) überreicht seinem Vorgänger G. Granitza zur Erinnerung an die gemeinsame Arbeit einen Kunstdruck der Äsche.

Am ersten Septemberwochenende traf sich das höchste Gremium der DAFV-Jugend, der Bundesjugendtag, in Schierke zu seiner jährlichen Sitzung. Das Sitzungswochenende begann am Freitagabend mit der Hauptausschusssitzung zur Vorbereitung des darauffolgenden Bundesjugendtages und zum ersten Austausch über die Veranstaltungen und Maßnahmen des vergangenen Jahres. Neben den Berichten der Bundesjugendleitung zu den Veranstaltungen des Bundesverbandes nutzten die Delegierten der Mitgliedsorganisationen die Möglichkeit über ihre eigenen, zurückliegenden und geplanten Veranstaltungen zu berichten und aktuelle Probleme aus ihrer Arbeit anzusprechen und zu positionieren.

Generell lässt sich in einer Vielzahl an Verbänden feststellen, dass es zunehmend schwieriger wird, Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche so attraktiv zu gestalten, dass entsprechende Teilnehmendenzahlen erreicht werden können. Der Einsatz und das Engagement, was hier von den meist ehrenamtlich Tätigen geleistet wird, verdient höchste Anerkennung und Wertschätzung.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde aller Anwesenden begrüßte der Bundesjugendleiter des DAFV, Günter Granitza, am darauffolgenden Morgen die Delegierten und Gäste und eröffnete damit den 28. Bundesjugendtag. Unter den Gästen befand sich der Vizepräsident für Jugend und Castingsport, Peter Wetzel. In seinem Grußwort dankte er der Bundesjugendleitung und den Jugendverantwortlichen der Mitgliedsorganisationen für ihre wichtige Arbeit.

Auf den Wunsch der Bundesjugendleitung nach größerer Beteiligung an den Veranstaltungen der Bundesjugend folgte der erneute Appell zur Werbung und Beteiligung am jährlichen Wettbewerb zur „Aktiven Jugend- und Naturschutzarbeit“. Trotz attraktiver Preise für die erfolgreichen Vereine, gingen im vergangenen Jahr lediglich drei Einsendungen und im laufenden Jahr erst eine Einsendung ein. Konsequenz der schon länger anhaltenden geringen Teilnahme war die Anpassung der Kriterien und damit verbundenen Öffnung für vorbildliche Kinder- und Jugendarbeit an sich und die Verlängerung der Einsendefrist des aktuellen Ausschreibungszeitraums auf den 31. Oktober 2023.

Im Bericht der Bundesjugendleitung wurde neben der Auswertung der Veranstaltungen auch Bezug auf die neuen oder sich in Arbeit befindlichen Materialien zur Unterstützung der Kinder- und Jugendverbandsarbeit, wie dem überarbeiteten Malbuch, einer Magnettafel für Präsentationsveranstaltungen, verschiedene Dokumentenvorlagen, einem Fischquartett und einer Informationsbroschüre zur Planung einer Jugendveranstaltung, genommen. Man ist sich einig, dass entsprechendes unterstützendes Material wichtig ist; über die zukünftigen Finanzierungsmöglichkeiten tauschte man sich rege aus.

Nachdem bereits die DAFV-Jahreshauptversammlung im Juli den Jahresabschluss für das vergangene Jahr 2022 des Gesamtverbandes beschlossen hatte, schlossen sich auch die anwesenden Delegierten der Empfehlung der Jugendkassenprüfer zur Entlastung der Bundesjugendleitung einstimmig an.

Der Haushaltsvoranschlag für das kommende Jahr wurde ebenfalls einstimmig angenommen. Die vorangegangene Diskussions- und Austauschrunde zeigte jedoch, dass für den Bereich der Jugend in den nächsten Jahren wieder mehr investiert werden müsste, um entsprechend modern, attraktiv und zukunftsfähig aufgestellt zu sein. Neben Materialien zur Unterstützung der Kinder- und Jugendarbeit in den Vereinen und Verbänden führen auch die steigenden Ansprüche im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit zu erhöhten Ausgaben.

Es folgten zwei Anträge der Bundesjugendleitung. Die Ernennung eines neuen Bundesjugendtrainers im Bereich Castingsport musste aufgrund einer Klausel der Sportordnung des Verbandes vertagt werden. Die Delegierten beauftragten hier den Bundesjugendleiter in seiner Funktion die Thematik im Präsidium zu adressieren und dort eine Lösung herbeizuführen. Bei dem zweiten Antrag handelte es sich um den Beschluss eines Positionspapiers, welches die Bedeutung und Relevanz von Jugendorganisationen und Jugendverbänden hervorhebt und die notwendige Förderung dieser Strukturen betont. Das Positionspapier wurde einstimmig beschlossen.

Wie den Delegierten bereits im Vorhinein angekündigt folgte vor dem Tagesordnungspunkt Wahlen eine kurze aber emotionale Ansprache des Bundesjugendleiters, Günter Granitza. Nach zweieinhalb Jahren Tätigkeit an der Spitze der Bundesjugendleitung und als Vertreter der DAFV-Jugend im Präsidium des Verbandes verkündete er aus persönlichen Gründen den Rücktritt von seinem Amt.

Wir alle sagen „Danke Günter!“; nicht nur für unzählige ehrenamtliche Stunden für den Verband, sondern vor allem für deinen Einsatz, dein Herzblut und deine Leidenschaft für das Angeln und die Kinder- und Jugendarbeit.

Durch die frühzeitige Bekanntgabe des anstehenden Rücktritts konnte man sich frühzeitig um eine Nachfolge bemühen. Als Kandidat für den Posten des neuen Bundesjugendleiters stand der bisherige stellvertretende Jugendreferent Christopher Ulrich zur Wahl. Für die Nachfolge in seiner Position als stellvertretende Jugendreferentin stand Emma-Lena Grabosch zur Wahl. Beide wurden nach kurzer Vorstellung ihrer Person, der persönlichen Standpunkte und Ziele einstimmig von den Delegierten gewählt.

Im Schlusswort des neuen Bundesjugendleiters, Christopher Ulrich, bedankte er sich noch einmal für das entgegengebrachte Vertrauen und machte noch einmal klar, dass die Arbeit im Kinder- und Jugendbereich dynamisch, immer schnelllebiger und anspruchsvoller wird und wir diese Herausforderungen nur gemeinsam als Verbände meistern können.

Umrahmt wurde das Sitzungswochenende durch Aktivitäten, die die Gemeinschaft und den gegenseitigen Austausch förderten. So wurde an den Abenden gemeinsam gegrillt und beisammengesessen.

Als aktive Natur- und Umweltschützer blieb es nicht aus, sich auch mit den deutlich sichtbaren Veränderungen im Nationalpark Harz rund um die Veranstaltungsstätte auseinanderzusetzen. Gemeinsam mit einer Rangerin des Nationalparks begaben wir uns auf eine große Runde durch den Nationalpark, um der Natur und den Auswirkungen des menschlichen Handelns und des Klimawandels auf die Spur zu gehen. Neben vielen, durch

u.a. anhaltende Trockenheit und den Einfluss des Borkenkäfers, brachliegenden Flächen des Waldes verwies die Rangerin aber auch auf eine Vielzahl positiver Entdeckungen. So zeigen beispielsweise die in der Kalten Bode beheimateten Bachforellen die gute Wasserqualität oder zahlreiche kleine nachwachsende Bäume unterschiedlicher Arten das funktionierende und sich erholende Ökosystem an.

Deutscher Angelfischerverband e.V. (DAFV)

DeutschlandkarteDer Deutsche Angelfischerverband e.V. besteht aus 25 Landes- und Spezialverbänden mit ca. 9.000 Vereinen, in denen mehr als 500.000 Mitglieder organisiert sind. Der DAFV ist der Dachverband der Angelfischer in Deutschland. Er ist gemeinnützig und anerkannter Naturschutz- und Umweltverband. Der Sitz des Verbandes ist Berlin. Er ist im Vereinsregister unter der Nummer 32480 B beim Amtsgericht Berlin Charlottenburg eingetragen und arbeitet auf Grundlage seiner Satzung.

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