Die Bildungsmesse fand 2025 vom 11.-15. Februar in Stuttgart statt. Mehr als 700 Aussteller zeigten ihre Produkte und Bildungsmaterialien dem Publikum. Auf dem Gemeinschaftsstand der I.M.A. (Information Medien Agrar) waren wir mit 21 weiteren Ausstellern vom Lernort Bauernhof Baden-Württemberg über den Acker e.V./Gemüseackerdemie bis hin zur Schleich GmbH mit den unterschiedlichsten Angeboten vertreten. Der Gemeinschaftsstand bot somit ein vielfältiges Angebot zur außerschulischen Bildung. Mit ca. 60.000 Besuchern war die Messe wieder sehr gut besucht. Nicht wenige Besuchende haben im Vorjahr bereits angebissen und gezielt nach der Gemeinschaftsschau und „den Fischen“ gefragt.
Nein, der Aal ist kein Aasfresser
Wir haben unsere Poster zu Süßwasser- und Meeresfischen verteilt, die zum einen reißenden Absatz fanden und zum anderen auch großes Lob für die detailgenauen Zeichnungen von Eric Otten erhielten. Der Aal als Fisch des Jahres 2025 war ein weiterer Schwerpunkt, den wir mit Info-Folder und einem Poster mit großformatigem Aal bespielt haben. Hier zeigte sich, dass der Aal durchaus zwiespältig gesehen wird. Von Begeisterung über die interessante Biologie des Aals, der immer noch bekannten Rolle als Nahrungsmittel- „ich esse den unglaublich gerne geräuchert“ – gab es auch häufiger Kommentare wie: „den hänge ich mir nicht auf“ mit dem Verweis auf die Blechtrommel. Günter Grass und Volker Schlöndorff haben dem Aal mit der bekannten Filmszene, in der Aale aus einem Pferdekopf ragen, offenbar keinen Gefallen getan.
Auch das Malbuch wurde wieder stark nachgefragt. Viele pädagogische Fachkräfte äußerten sich sehr positiv über die mitgelieferten QR-Codes für den kostenlosen Download des Malbuchs auf unserer Webseite wie auch die Möglichkeit das Malbuch in Klassensatzstärke im Shop der I.M.A. zu erwerben. Wir sind gespannt, wie stark von den beiden Bezugsquellen Gebrauch gemacht wird. „Fisch“ ist Thema in den Klassenstufe 5 und 6. Auch unser Arbeitsbogen zum Hebelgesetz am Beispiel des Haltens einer Angelrute wurde von vielen als interessant und praxisverbunden angenommen.
Welche Forelle ist heimisch?
Sehr interessant und Türöffner für zahlreiche Diskussionen rund um das Thema Fische, war die große Magnettafel, an der wir abwechselnde Fragestellungen angeboten haben. So konnte man als Besucher*in entweder Raub- und Friedfische sortieren, Lachsartige von Karpfenartigen Fischen trennen oder heimische von nicht-heimischen Fischen. Bei letzterem bestätigte sich leider die in der Image-Broschüre des DAFV genannte Zahl, dass die wenigsten Menschen wissen, dass der Atlantische Lachs eine heimische Art ist. Für viele war auch die Regenbogenforelle die heimische Art, während die Bachforelle „viel zu bunt“ oder „die hat solche roten Punkte?“ eher als exotisch eingestuft wurde. Es bleibt also noch viel Aufklärungs- und Bildungsarbeit zum Thema zu leisten.
Insgesamt war es ein sehr guter Messeauftritt. Es gibt zwar noch die Frage: „Was macht denn der Anglerverband auf einer Bildungsmesse?“ aber sie kommt seltener. Mehr Besucher sprachen uns an mit: „Was habt Ihr Neues dabei? Ich war letztes Mal schon bei Euch. Die Poster hängen im Bio-Raum.“ Nach unserem Gefühl trägt der Auftritt auf der Bildungsmesse dazu bei, das Angeln getreu unserem Motto in die Mitte der Gesellschaft zu bringen.