Der ASV Kleebachtal-Langgöns e.V., welcher dem Verband Hessischer Fischer e.V. angeschlossen ist, wurde 1980 gegründet und zählt heute 90 Mitglieder, davon 10 Mitglieder in der Jugendgruppe. Was den Verein besonders auszeichnet, ist sein kontinuierliches Engagement für Natur- und Artenschutz an all ihren bewirtschafteten Gewässern – von der Renaturierung einzelner Teichflächen bis zur Anlage von Nist- und Rückzugshilfen für heimische Tierarten.

Rund 1.000 Quadratmeter der Teichanlage Kaiserstränke in Rechtenbach hat der ASV Kleebachtal-Langgöns dauerhaft als Naturschutzzone ausgewiesen, Foto: ASV Kleebachtal-Langgöns e.V.
Neue Naturschutzzone an der Teichanlage Kaiserstränke
Im Sommer 2025 hat der Verein seine Teichanlage Kaiserstränke in Rechtenbach umfassend umgestaltet und dabei rund 1.000 Quadratmeter, etwa ein Viertel der Gesamtfläche, dauerhaft als Naturschutzzone ausgewiesen. Ziel der Maßnahme ist es, heimischen Tier- und Pflanzenarten dauerhaft einen geschützten Rückzugsraum zu bieten. Der Erfolg lässt sich bereits ablesen: Der neu angelegte Biotopteich wird inzwischen von Fröschen, Kröten und Feuersalamandern als Laichgewässer genutzt, und zahlreiche heimische Wildblumen haben sich auf den neu geschaffenen Flächen angesiedelt. Für Amphibien wie den Feuersalamander, der auf strukturreiche und unbelastete Gewässer angewiesen ist, ist das ein besonders erfreuliches Zeichen.

Die neu errichtete Eidechsenburg aus Natursteinen bietet Reptilien geschützte Sonnen- und Rückzugsplätze, Foto: ASV Kleebachtal-Langgöns e.V.
Eidechsenburg, Hirschkäfermeiler und Insektenhotel
Ergänzt wird die Naturschutzzone durch drei Strukturelemente, die gezielt unterschiedliche Artengruppen fördern: eine Eidechsenburg, einen Hirschkäfermeiler und das bereits bestehende Insektenhotel mit angeschlossener Bienenweide. Die aus großen Natursteinen aufgeschichtete Eidechsenburg bietet Reptilien wärmespeichernde Sonnenplätze und zugleich frostsichere Verstecke für den Winter.

Der Hirschkäfermeiler aus Totholz bietet Käfern und weiteren Totholzbewohnern ein neues Zuhause, Foto: ASV Kleebachtal-Langgöns e.V.
Der Hirschkäfermeiler aus aufgeschichtetem Totholz schafft zusätzlichen Lebensraum für xylobionte Käferarten und andere Totholzbewohner, deren Bestände vielerorts unter dem Mangel an liegendem und stehendem Totholz leiden.

Das bestehende Insektenhotel mit angeschlossener Bienenweide ergänzt die neue Naturschutzzone, Foto: ASV Kleebachtal-Langgöns e.V.
Das bereits vorhandene Insektenhotel mit Bienenweide rundet das Konzept ab und macht die neue Naturschutzzone zu einem kleinen, aber vielfältigen Mosaik an Lebensräumen auf engem Raum.

Ein neues Fischhotel in einem der Angelteiche in Rechtenbach, welches der Fischbrut künftig als geschützter Rückzugsort dient, Foto: ASV Kleebachtal-Langgöns e.V.
Fischhotels und solarbetriebene Belüftung
Auch an seinen weiteren Gewässern setzt sich der ASV Kleebachtal-Langgöns intensiv für den Natur- und Artenschutz ein. Die beiden Angelteiche in Rechtenbach sind bereits mit sogenannten Fischhotels ausgestattet, die der Fischbrut als geschützte Rückzugsorte vor Fressfeinden dienen. Bis Ende des Monats sollen auch die gepachteten Teiche in Cleeberg und Dornholzhausen mit diesen Strukturen ausgestattet werden – ein Vorhaben, das den vereinsweiten Anspruch unterstreicht, Gewässerverbesserung nicht auf einzelne Standorte zu beschränken.
Darüber hinaus sorgen am großen Angelteich in Rechtenbach sowie am Pfarrersteich in Cleeberg bereits solarbetriebene Belüftungspumpen für eine verbesserte Sauerstoffversorgung. Gerade in den zunehmend heißen und trockenen Sommermonaten, in denen der Sauerstoffgehalt in stehenden Gewässern schnell absinken kann, leisten solche Pumpen einen wichtigen Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel und zum Schutz des Fischbestands.

Ein Vereinsmitglied beim Anlegen der Brutröhren für den Eisvogel am Kleebach, Foto: ASV Kleebachtal-Langgöns e.V.
Engagement am Kleebach
Auch am Kleebach, an dem der Verein auf einer Länge von rund sieben Kilometern das Fischereirecht gepachtet hat, engagieren sich die Mitglieder aktiv für den Artenschutz. Im Frühjahr wurden dort mehrere Brutröhren für den Eisvogel angelegt, der als Charakterart naturnaher Fließgewässer auf steile, störungsarme Uferabschnitte mit geeigneten Brutmöglichkeiten angewiesen ist.
Mit der neuen Naturschutzzone und den Strukturelementen an der Teichanlage Kaiserstränke wollen wir zeigen, dass Angeln und Naturschutz zusammengehören. Jede Eidechsenburg, jeder Hirschkäfermeiler und jedes Fischhotel ist ein kleiner Baustein für mehr Artenvielfalt an unseren Gewässern – und wir freuen uns, dass die Natur dieses Angebot schon jetzt so gut annimmt.
Angler für die Natur
Angler sind über ihre Vereine und Verbände nicht nur zur Nutzung von Fischen berechtigt, sondern als Eigentümer oder Pächter von Fischereirechten auch zu deren Hege und Pflege gesetzlich verpflichtet.
Jahr für Jahr werden deutschlandweit Millionen ehrenamtliche Arbeitsstunden von Anglerinnen und Anglern scheinbar im Verborgenen geleistet. So werden unter Anderem Gewässer renaturiert, Brutplätze für Fische eingerichtet, Maßnahmen zum Artenschutz ergriffen und Ufer vom Müll bereinigt. „Es ist uns ein Anliegen mit dem Projekt Gewässer-Verbesserer das vielfältige ehrenamtliche Engagement der organisierten Anglerinnen und Angler in Deutschland mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.“, so Klaus-Dieter Mau, Präsident des Deutschen Angelfischerverbandes.
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Fisherman’s Partner, die Zeitschrift Blinker und der DAFV sagen herzlichen Glückwunsch und wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal bei allen Teilnehmern ganz herzlich für das ehrenamtliche Engagement und die Verdienste um die Hege und Pflege unserer Gewässer bedanken.
Macht mit!
Auch in den folgenden Monaten gibt es wieder einen Gewinner. Auf der Webseite könnt ihr eure Gewässer-Verbesserer-Umweltaktion kurz beschreiben. Unter allen Einsendungen verlosen wir jeden Monat eine Zuwendung von €500 von Fisherman’s Partner für die Vereinskasse. Macht mit! Zeigt uns euer Projekt.


